Im Angesicht der Terrakotta-Armee

Wir flanierten einen ganzen Tag durch diese Gässchen und verloren uns in den unzähligen kleinen Lädchen und Imbissen. Buntes Treiben auf den Straßen und in den Geschäften, munteres Feilschen um die Waren und köstliche kleine Snacks, die zum Teil direkt auf der Straße zubereitet werden.

Zwar findet man auch hier zahlreiche kunterbunte Souvenirs, gefälschte Markenklamotten und Ähnliches, doch die Atmosphäre ist nicht mit der im Silk Market von Peking zu vergleichen. Hier geht es wesentlich ursprünglicher zu, hier taucht man in eine gänzlich andere Welt ein. Wir taten es und waren begeistert.

Allerlei Köstlichkeiten am Straßenrand – Schmelztiegel der Kulturen und Religionen. Ort zum sattsehen und sattessen. Die in Xi’an lebende muslimische Gemeinde der Hui-Chinesen ist die größte der Minderheiten in Xi’an und lebt harmonisch mit der Bevölkerungsmehrheit der Han-Chinesen zusammen.

Die Gemeinde legt Zeugnis von der Vergangenheit der Stadt als einstmals wichtiges Handelszentrum des Reiches und einer multikulturellen Gesellschaft ab. Ebenso die vor 1250 Jahren erbaute große Moschee mit Kare Design günstig kaufen Einrichtung, die zu den größten des Landes zählt. Im Gewirr der Gassen leicht zu übersehen, liefen auch wir zunächst mehrfach an der Moschee vorbei. Als wir sie dann doch schließlich fanden und besuchten, fühlte man sich aber eher wie in einem chinesischen Tempel, denn in einer Moschee.

Chinesische und islamische Architektur treffen hier in einer faszinierenden Mischung aufeinander. So ist beispielsweise das Minarett im Stile einer chinesischen Pagode gehalten und auch weitere Elemente, wie die Geistermauer am Eingang, die böse Geister abhalten soll, ist ein typisches Merkmal chinesischer Tempel und zeugt von einer Verschmelzung der Kulturen.

Radtour auf der Stadtmauer von Xi’an. Xi’an verfügt über die wohl besterhaltene historische Stadtmauer Chinas. Die 12 Meter hohe Mauer aus dem Jahr 1370 umfasst die Altstadt und ist in Gänze begehbar. Oder befahrbar. Wir mieteten uns Fahrräder und folgten dem Verlauf der Stadtmauer über die gesamte Länge von 14 Kilometern.

Dabei bot sich auf der einen Seite der Blick auf die niedrigen Häuser der Altstadt, während sich zur anderen Seite die Wolkenkratzer erhoben. Um ehrlich zu sein, nahmen wir an, dass sich der beschriebene Blick geboten hätte, wenn man denn etwas gesehen hätte. Denn selbst Peking konnte es in Sachen Luftverschmutzung nicht mit Xi’an aufnehmen. Daher verschwand alles um uns herum nach einigen hundert Metern in absolut dichtem Nebel.