Das Shaolin Kloster in Dengfeng

Wir traten den Beweis an, dass man einschlafen kann, während man sich hinlegt und schlummerten selig vor uns hin. Ein paar Stunden später zogen wir in unser Zimmer und unsere Betten um, lobten den mongolischen Vodka, der nicht mal den Hauch eines Katers verursacht und schliefen uns richtig aus. Ich mag die Mongolei jetzt schon.

Hallo, Globetrotter mit Migrationshintergrund, ich dachte auch wunderwas Ihr ertragen müsst, Gequetsche, Unmengen von Unheimlichkeiten, und dann das…. Aber von Sibirien habt ihr zumindest einen anderen Eindruck als alle Erzählungen ehem. Kriegsgefangener vermitteln. Schön, daß Ihr wieder bei uns seid, war schon langweilig…

Schon komisch, obwohl ihr euch recht häufig gelangweilt habt, klingt der Reisebericht spannend 🙂 Wirklich schade, dass euer erwartetes Abenteuer a la „Mord im Orientexpress“ nicht eingetreten ist, doch vielleicht war das Abenteuer da und ihr habt es nur nicht gemerkt, vor lauter Vodka und Bier?! 😀 Auf jedenfall hört es sich nach einem sehr tollen Erlebnis an, dass ihr wohl niemals vergessen werdet! Obwohl ich selbst eher abgeneigt gegenüber Zugfahrten bin, bekomme ich jetzt richtig Lust eine Zugreise mit Büorstuhl Test Shop zu unternehmen – natürlich in der Transsibierischen Eisenbahn 🙂

Ich kann ohne Bedenken zu dieser Reise raten. Nimm eine Flasche Vodka mit um Freunde zu gewinnen, ein gutes Buch und Karten, Würfel oder ein Schachspiel. Wenn Du im Zug bist, wirst Du es vielleicht nicht gleich realisieren, aber es ist jede Minute wert. Wenn Du dann nach einer Woche aus diesem Zug steigst, wird Dir der Abschied Deiner neuen Bekanntschaften leid tun. Selten lernt man Menschen so schnell so intensiv kennen wie in einer fünf tägigen Zugfahrt, soviel ist sicher.

Die Wiege des Kung Fu. Über tausend Jahre Buddhismus, Erleuchtung, Zen und Kampfkunst. Was stellt man sich unter solch einem Ort vor? Vielleicht hat man Bilder im Kopf, sicher aber eine Stimmung. Erhaben wird es sein, erleuchtet und stolz. Aber wie es nun mal so ist mit den Vorstellungen, sie gehen meistens an der Realität vorbei. Denn Bustransfers über das Gelände, ein Restaurant im Tempel und unzählige Souvenirstände, in denen die Mönche sitzen und Plastikwimpel verkaufen, das war in meinen Vorstellungen nicht vorgekommen. Wie naiv ich doch war.

Man mag es mir verzeihen, denn als Freund der asiatischen Kampfkunst mögen meine Erartungen besonders hoch gewesen sein. Ich träumte zwar nicht unbedingt davon mein koreanisches Taekwon-Do mit dem chinesischen Kung Fu zu messen, doch sicherlich davon zumindest etwas vom letzteren zu sehen. Wie gesagt, ich war naiv.